Vitamin B – zur Hormonbildung und gesunden Funktion deiner Nerven

Vitamine der B-Reihe - Schüssel mit Gemüse

Vitamine der B-Reihe

Die Vitamine der Vitamine B-Reihe gehören zu den wasserlöslichen Vitaminen, die mit Ausnahme von Vitamin B12 nicht vom Körper gespeichert werden können.

Sie dienen, wie andere Vitamine grundsätzlich auch, weder als Energielieferanten noch als Baumaterial für Gewebe und Organe sondern initialisieren und regulieren als Katalysatoren in Form von Coenzymen nahezu sämtliche Stoffwechselprozesse des menschlichen Organismus. Sie zählen zu den sogenannten Neurotropen Vitaminen und sind somit vor allem für den Nervenzell-und Energiestoffwechsel essenziell. Als Coenzyme haben Sie großen Einfluss auf die mitochondriale ATP Produktion vor allem aus den Kohlenhydraten. Sie regulieren den Aufbau und die Regeneration von Nervenzellen und deren Ummantelungen, den sogenannten Myelinscheidenscheiden.

Darüber hinaus steuern die Vitamine der B-Reihe die Herzfunktion, die Blutbildung sowie die Abwehrfunktion unseres Immunsystems und die Gesundheit unserer Haut und unserer Haare. Als Coenzyme aktivieren sie im Rahmen ihrer biokatalytischen Funktion die Enzyme und steuern somit unseren Kohlenhydrat-, Fett-und Eiweißstoffwechsel, indem sie die zunächst inaktiv vorliegenden Enzyme endgültig aktivieren. Gerade im Sport ist für die Energieproduktion aus Kohlenhydraten der Vitamin-B-Bedarf aufgrund des gesteigerten Energieumsatzes deutlich erhöht. Im Rahmen vieler Untersuchungen zeigten sich bei vielen Sportlern unzureichende Versorgungen insbesondere der Vitamine B1 (Thiamin) und B6 (Pyridoxin).

Mangelerscheinungen können nach relativ kurzer Zeit bereits auftreten, da aufgrund der mangelnden Speicherfähigkeit der wasserlöslichen Vitamine der B-Reihe gepaart mit einer unzureichenden Versorgung im Rahmen der Ernährung die vorhandenen Speicher schnell aufgebraucht sind. Die Symptome, die ein Vitamin-B-Mangel hervorruft, sind relativ unspezifisch, so dass man nicht immer direkt auf einen Vitaminmangel der B-Reihe schließt. Diese sind unter anderem eine erhöhte Infektanfälligkeit, schnellere Ermüdbarkeit, deutlich verlängerte Regenerationszeiten mit insgesamt eingeschränkter Leistungsfähigkeit und ein zunehmender Leistungsknick. Gerade Ausdauersportler verlieren über den Schweiß vermehrt Vitamin B1. Kraftsportler hingegen, haben eine häufig unzureichende Versorgung mit Vitamin B6, begründet durch einen Mehrbedarf an Coenzymen, der durch eine höhere Proteinzufuhr zustande kommt.

Ein wirklich isolierter Vitamin B-Mangel ist eher selten, da im Grunde genommen sämtliche B-Vitamine im Stoffwechsel des menschlichen Körpers voneinander abhängig sind. Um einen reibungslosen Stoffwechselablauf zu garantieren ist daher nicht die Supplementierung einzelner B-Vitamine ratsam, sondern die regelmäßige Zufuhr sämtlicher Vitamine der B-Reihe empfehlenswert.