Mangan – dein essenzieller Cofaktor für über 60 Enzyme

Das Spurenelement Mangan - Haselnüsse

Das Spurenelement Mangan fungiert als essenzieller Cofaktor von über 60 Enzymen, beispielsweise der Blutgerinnung, des Knochenstoffwechsels, der Entgiftung freier Radikale, des Kohlenhydrat– und Fettstoffwechsels sowie unserer ZNS Entwicklung.

Die Hauptfunktionen des Mangans bestehen in der Produktion von Glukose aus nicht- Kohlenhydraten in der Gluconeogenese über eine Aktivierung der Pyruvat-Carboxylase im Coryzyklus.

Über die Superoxiddismutase (SOD) entwickelt Mangan gemeinsam mit Kupfer eine ausgeprägte antioxidative Schutzfunktion.

In unserem Blutsystem hat es über die Produktion von Prothrombin Einfluss auf unsere Blutgerinnung.

Außerdem ist es zuständig für den Abbau von Aminosäuren, für die Entgiftung von Ammoniak im Harnstoffzyklus und für die Insulinsynthese und Sekretion.

Für den Sportler relevante Funktionen entwickelt Mangan zum einen über die Wundheilung durch eine Regulation der Glukosaminoglycan–Synthese und Kollagensynthese sowie eine Aktivierung der Pyruvatdecarboxylase im Citratzyklus, der wiederum eng mit dem Energiestoffwechsel über die oxidative Phosphorylierung verbunden ist.

Hier kann Mangan im Komplex V anstelle von Magnesium mit ATP einen Mn–ATP–Komplex bilden und somit als Cofaktor fungieren.

Mangan ist typischerweise in Fisch, Meeresfrüchten und Pflanzen enthalten. Einige Nahrungsmittel enthalten relativ viel Mangan, beispielsweise Haselnüsse bis zu 66 mg, Pinienkerne 55 mg. Andere Nahrungsmittel wie beispielsweise Kartoffeln, Fisch, Erbsen, Zwiebeln enthält circa 6 mg Mangan.

Ein erhöhter Manganbedarf besteht zum Beispiel bei Alkoholismus oder bei einer Ernährung mit einer hohen Konzentration an raffinierten Einfachzuckern, sowie hohen Kalzium-,

Eisen-, Phosphat- und Zinkaufnahmen.

Auch im Rahmen einer Osteoporose entsteht ein höherer Manganbedarf.

Symptome, die bei einem Manganmangel auftreten, betreffen unseren Knochen und Knorpelstoffwechsel mit einer Erhöhung der alkalischen Phosphatase, es kann zu Störungen der Sperrmatogenese kommen, zu Appetitlosigkeit und Wachstumsstörungen.

Außerdem treten Störungen im Lipid- und Kohlenhydrat-Stoffwechsel (Cholesterinerhöhung, Glukoseintoleranz) auf. Die Anfälligkeit für oxidative Schäden steigt durch eine verminderte Aktivität der SOD.

Die von der D-A-CH empfohlene Zufuhr beträgt für Jugendliche und Erwachsene 2-5 mg pro Tag.

In der Mikronährstoff Medizin werden z.B. bei Osteoporose, Diabetes mellitus und bei Arthrose 5-30 mg Magan in Kombination mit anderen Mikronährstoffen empfohlen.

Die Einnahme sollte grundsätzlich zu den Mahlzeiten über den Tag verteilt erfolgen.

Die Nebenwirkungen, die durch eine Nahrungsergänzung verursacht werden sind im Dosisbereich von 2-50 mg eher unwahrscheinlich.

Im Rahmen eines Alkohol Krankheit kann allerdings die Aufnahme und die Toxizität von Mangan gesteigert sein.

Bei einer zu hohen Mangan-Konzentration können Symptome auftreten, die der Parkinson Erkrankung ähnlich sein können. Zusätzlich können zerebrale Symptome wie z.B. verlangsamtes Sprechen oder ein Tremor (Zittern) auftreten.