α- Liponsäure – die Unterstützung bei deiner Energiegewinnung

Das Vitaminoid -Liponsäure (Thioctsäure) - Mann im Anzug mit α-Logo T-Shirt

Das Vitaminoid -Liponsäure (Thioctsäure)

Vitaminoide sind keine Vitamine, sondern lediglich vitaminähnliche Substanzen. Es handelt sich dabei um Biosubstanzen, die zwar ähnliche Funktionen wie Vitamine erfüllen, allerdings vom Körper selbst hergestellt werden können, was auf die meisten Vitamine nicht zutrifft.

Dies bedeutet, dass Vitaminoide nicht essenziell sind.

Laut dieser Definition müsste man eigentlich Vitamin A und Vitamin D ebenfalls zu den Vitaminoiden zählen.

 

Wir nehmen einen Großteil der Vitaminoide zwar mit unserer Nahrung auf, dennoch kann in Phasen hohe mentaler und körperliche Belastungen, zum Beispiel im ambitionierten Breitensport und vor allen Dingen im Leistungssport und Spitzensport der Bedarf dieser Mikronährstoffe deutlich erhöht sein.

 

Beispiele für bedeutende Vitaminoide sind die -Liponsöure, dass L-Carnitin und das Coenzym Q10. Eine zentrale Rolle spielen alle Vitaminoide bei der Energiegewinnung in unseren Mitochondrien.

Heute soll es zunächst um die -Liponsäure gehen.

Die -Liponsäure (ALA) ist eines der wichtigsten Antioxidanzien, die als schwefelhaltige Fettsäuren in zwei Formen vorliegt: zum einen liegt sie als Liponsäure als zyklisches Disulfid vor, und zum anderen als Dihydroliponsäure in der reduzierten offenkettigen Form. Da sie sowohl fett- als auch wasserlöslich ist, kann sie sowohl in wässrigen Zellbereichen, wie zum Beispiel im Blut oder im sogenannten Extrazellulärraum, als auch in den Zellwänden und in den Zellmembranen die sehr fettreich sind, ihre volle Wirkung entfalten.

 

die -Liponsäure Ist gemeinsam mit Vitamin B1 ein bedeutendes Coenzym im mitochondralen Enzymkomplex, und spielt somit eine zentrale Bedeutung in der Energiegewinnung von Kohlenhydraten in Form von ATP. Daher weisen gerade Gewebearten mit hoher Mitochondriendichte und mit einem hohen Energieumsatz, wie zum Beispiel unsere Muskulatur, unsere Leber oder unser Herz eine besonders hohe Konzentration an -Liponsäure auf.

Durch die Einschleusung von Kohlenhydraten in den Citratzyklus und der ATP-Produktion aus Kohlenhydraten sowie einer Steigerung unseres Glukosestoffwechsels und der Unterstützung des Abbaus der verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin kann sich eine Substitution von -Liponsäure positiv auf die Leistungsfähigkeit eines Sportlers auswirken.

 

Als eines der bedeutendsten Antioxidanzien schützt die -Liponsäure unsere Lipoproteine im Blut und Nervenscheiden vor oxidativen Schäden. Äußerst bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, dass sich -Liponsäure selbst regenerieren kann. Ebenfalls ist sie in der Lage, Vitamin C, Vitamin E, Glutathion und Coenzym Q10 wieder zu regenerieren. Somit kann sie andere Antioxidanzien, die bei Abwehrreaktionen bereits verbraucht wurden so wiederherstellen, dass diese erneut wieder aktiv werden können und unseren Organismus wieder vor oxidativen Stress schützen können.

 

Das Vitaminoid ist in der Lage, die Blut Hirnschranke zu überschreiten und im Gehirn entstehende Stickstoffverbindung und Radikale unschädlich zu machen. Somit verbessert

-Liponsäure unsere kognitive Leistungsfähigkeit, unsere neuronale Glukoseverwertung und hat für unser Gehirn eine Neuroprotektive Wirkung.

 

In unserem Glukosestoffwechsel verstärkt -Liponsäure die Wirkung von Insulin, daher spricht man auch von einem so genannten Insulinomimetikum: Es steigert unsere Glukoseverwertung und unsere Glykogensynthese. Aufgrund der gleichzeitigen Reduktion der Proteinglykosilierung, ist es auch in der Behandlung von diabetischen und alkoholisch bedingten Nervenschädigungen wirksam.

 

Die Antioxidativen und vor allen Dingen positiven Eigenschaften in unserem Energiestoffwechsel sowie die antientzündlichen Effekte können gerade für Sportler insbesondere bei hochintensiven Ausdauer Belastungen (Marathon oder Triathlon) genutzt werden.

 

Die typischen Anzeichen von Mangelerscheinungen sind die einer mitochondralen Dysfunktion mit einem Anstieg von Laktat und Pyruvat. Es kann zu einem Leistungsknick durch eine gestörte Verwertung der Glukose und durch eine gestörte Glykogensynthese kommen.

Dem Körper steht insgesamt weniger Energie in Form von ATP zur Verfügung. Außerdem können die Risiken für radikal assoziierte Erkrankungen steigen. Diese können im Hinblick auf die Funktion der -Liponsäure in unserem Gehirn mit Gedächtnisstörungen und Konzentrationsstörungen verbunden sein.

 

Die -Liponsäure kommt sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Lebensmitteln in ihrer Speicherform, dem Lipoyllysin vor und wird in unserem Körper freigesetzt. Allerdings weisen eine nennenswerte Menge an α-Liponsäure lediglich tierischen Innereien wie Herz (0,05-0,12mg/ 100g Trockengewicht), Nieren (0,1-0,3mg/100g Trockengewicht) und Leber(0,07-0,23mg/100gTrockengewicht) auf. Die Ausnahme bildet hier noch der Spinat mit 0,31 mg pro 100 mg Trockengewicht.

 

Die Einnahmeempfehlungen nach Gröber belaufen sich für den Breitensportler in Phasen einer hohen Ausdauerbelastung wie zum Beispiel einem Marathon bei 200 mg α-Liponsäure pro Tag. Bei einem Hochleistungssportler sollten es grundsätzlich 100-600 mg α-Liponsäure pro Tag sein und in Phasen hoher Ausdauerbelastungen, wie zum Beispiel bei einem Triathlon 600-1200 mg α-Liponsäure pro Tag.

Für „Nicht-Nada/WADA-Meldepflichtige-Sportler“ ist auch eine parenterale, also venöse Darreichungsform möglich, diese sollte langsam erfolgen mit ca. 50mg α-Liponsäure pro Minute.

 

Im Rahmen der oralen Einnahme ist zu beachten, dass die α-Liponsäure circa 45-60 Minuten vor den Mahlzeiten eingenommen werden sollte, da sonst die Bioverfügbarkeit in einem hohen Maße beeinträchtigt sein kann.

Das liegt daran, dass die α-Liponsäure ein sogenannter Metallchelator ist.

Es ist in der Lage, mit Mineralstoffen wie Zink, Kupfer, Magnesium, Kalzium, Eisen und Mangan Komplexe zu bilden, so dass die Funktion dieser Mikronährstoffe in Kombination mit

α-Liponsäure beeinträchtigt wird. Daher sollten Sie zeitlich voneinander getrennt eingenommen werden.