Vitamin K – zur Unterstützung der Blutgerinnung

Vitamin K (Phyllochinone) - Pommes

Vitamin K (Phyllochinone)

Vitamin K ist keine einheitliche Substanz, da bis zu 100 Vitamin K-Gruppen bestehen, die als einheitliches Grundgerüst aus 2–Methyl–1,4–naphthochinon und einer jeweils unterschiedlichen Seitenkette bestehen.

Das physiologische Vitamin K ist das Menachinon, auch Vitamin K2 genannt.

Das in grünen Pflanzen vorkommende Phytomenadion (Vitamin K) kann das physiologische Vitamin K2 ersetzen, da unsere Darmbakterien einen Phytylrest abspalten können, wodurch Menadion (Vitamin K3) entsteht, dass in unserem Organismus teilweise so Menachinon (Vitamin K2) umgewandelt werden kann.

Menadion (Vitamin K3) ist eine häufig verwendete synthetische Vitamin K Substanz.

 

Unseren Lebensmitteln dürfen grundsätzlich nur Phylloquinon(Vitamin K) und Menachinon (Vitamin K2) zugesetzt werden, in der Regel geschieht dies in der Form von Phylloquinon (Vitamin K).

 

Vitamin K kommt in der Leber (zum Beispiel von Schwein und Rind), in Eiern, in Spinat, in allen Kohlarten (besonders im Blumenkohl), in Soja-Bohnen, in Pflanzenöl, in Kartoffeln, in Tomaten und in Erdbeeren vor.

Wie oben schon angesprochen kann Vitamin K3 bzw. Vitamin K2 auch im Darm durch Bakterien gebildet werden. Die hierfür erforderlichen Darmbakterien befinden sich im terminalen Ileum und im Dickdarm, dies sind vor allem E. coli und Lactobacillus acidophilus.

Die physiologische Bedeutung von Vitamin K liegt in der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren II, VII, IX und X sowie von Protein C und Protein S in der Leber.

Dabei wirkt Vitamin K als Coenzym bei der g–Carboxylierung von Glutaminsäurehaltigen Seitenketten sowie zur metabolischen Aktivierung von Vitamin K abhängigen Proteinen, zum Beispiel Wachstumsproteine, Knochenstoffwechsel-Proteine und Proteine der Hämostase.

 

Hiervon leiten sich sämtliche Funktionen der Vitamin K Derivate ab.

Im Knochenstoffwechsel sorgt das Vitamin K2 durch die Bildung von Osteocalcin für einen vermehrten Calcium-Einbau in unsere Knochen und führt somit zu einer deutlichen Zunahme der Mineralisierung der Knochensubstanz und deren Festigkeit.

Die Wahrscheinlichkeit der Entstehung einer Osteoporose verbunden mit einer deutlichen Erhöhung der Frakturgefahr wird somit gemindert.

In unserem Fettstoffwechsel besitzt Vitamin K2 Cholesterinsenkende Eigenschaften wodurch sich die Gefahr eines Herzinfarktes oder einer Arteriosklerose mindert.

Im Gelenkknorpel fördert Vitamin K die Chondrozyten-Differenzierung was zu einer vermehrten Knorpelmineralisation führt.

 

Die beste biologische Wirksamkeit verglichen mit anderen Vitamin K Derivaten scheint das Vitamin K2 (Menachinon) zu besitzen. Auch ist die Halbwertszeit von Vitamin K2 im Blutplasma deutlich länger als beispielsweise die von Vitamin K.

Die empfohlene Zufuhr laut D-A-CH liegt bei Jugendlichen und Erwachsenen zwischen 60-80 µg Vitamin K pro Tag. Schwangere und stillende Frauen sollten 60 µg Vitamin K pro Tag einnehmen.

Interessanterweise liegt die Empfehlung der amerikanischen DRI (Institute of Medicin) hierzu im Vergleich um etwa 30 % höher. Demnach sollen Erwachsene 90-120 µg und Kinder und Jugendliche sogar eine doppelt so hohe Dosierung, also 120-160 µg pro Tag einnehmen.

Aufgrund neuerer Erkenntnisse und einer stetig wachsenden und sich verbessernden Studienlage ist zukünftig von einer noch höheren Dosierungsempfehlung von Vitamin K auszugehen.

Grundsätzlich sollte man allerdings einen Sicherheitshinweis niemals außer Acht lassen: wenn Menschen blutgerinnungshemmende Medikamente wie zum Beispiel Marcumar einnehmen, sollte vor der Einnahme von Vitamin K-haltigen Präparaten grundsätzlich immer eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden.

Höhere Vitamin K Dosierung müssen dann gegebenenfalls an die bestehende Medikation angepasst werden.